Dachbegrünung

Friedensreich Hundertwasser wurde am Anfang der 80-er Jahre noch belächelt, heute wird die Begrünung von Dachflächen vor allem in Städten genutzt.

In unseren städtischen Ballungsräumen nimmt die Bebauungsdichte ständig zu. Die zur Verfügung stehenden Baugrundstücke werden deshalb immer intensiver genutzt, dass dazu führt, dass Grün- und Erholungsflächen immer knapper werden.

Dachbegrünungen sind eine ökologische Alternative zur Rückgewinnung von Grünflächen, die am Boden verloren gehen. Sie wirken als Klimapuffer, die Temperaturschwankungen reduzieren, eine zusätzliche Wärmeisolierung bieten und große Mengen des Regenwassers verdunsten. Zudem verbessern begrünte Dächer den Schallschutz, filtern Luftverunreinigungen und geben gleichzeitig Sauerstoff ab, schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und stellen einen gewissen Ausgleich für die Bodenversiegelung durch das Gebäude dar.

Dachbegrünungen können auf flachen oder geneigten Dächern ausgeführt werden. Es wird zwischen intensiver und extensiver Begrünung unterschieden.

Bei der extensiven Begrünung erfolgt eine flächige Begrünung hauptsächlich mit niedrigen Stauden, Wildkräutern, Gräsern und Moosen, die trockenheitsverträglich und regenerationsfähig sind. Die Pflanzen müssen pflegeleicht und ihre Aufzucht in dünnschichtigen Böden auf horizontalen oder geneigten Flächen möglich sein. Extensive Dachbegrünungen können nicht genutzt, also begangen oder bespielt werden, eignen sich aber aufgrund des geringeren Gewichts auch für große Flächen von Hallen oder gewerblichen Gebäuden.

Die intensive Dachbegrünung besteht aus einer anspruchsvolleren Bepflanzung mit Rasen, Stauden und Gehölzen, die einen differenzierten Bodenaufbau, Be- und Entwässerungsmaßnahmen sowie eine regelmäßige Pflege erfordern, können aber begangen und genutzt werden.